
Buchempfehlung
DKS-Buchtipp zum Thema: Erfolg mit Takt und Stil

| Autorin: | Susanne Helbach-Grosser |
| Erschienen im: | expert verlag |
| ISBN-Nr.: | 978-3-8169-2710-5 |
| ca. 170 Seiten | |
| Preis: | € 28,00+ € 4,00 Versandkosten |
Dieses Buch gibt Anregungen für angemessenes Verhalten in den meisten beruflichen Situationen.
Mit praxiserprobten Tipps und Empfehlungen zu Fragen des guten Stils aktualisieren die Leserinnen und Leser ihr Wissen und gewinnen so Sicherheit im Umgang mit anderen Menschen – im In- und Ausland.
Modernes Etikette-Know-how hat nichts mehr mit den steifen Regeln von einst zu tun – es ist den Menschen zugewandt, flexibel, situationsabhängig und vor allem nachvollziehbar.
Das Buch liefert kompetente Ratschläge für ein rundum stilvolles, kultiviertes Auftreten, es plädiert für Toleranz und Höflichkeit im täglichen Miteinander – kurz: Es bietet keine oberflächlichen Karrieretipps, sondern sinnvolle Empfehlungen, wie Sympathien erzeugt und Konflikte gemeistert werden.
Erfolg mit Takt & Stil ist nützlich für - Menschen, für die der Begriff »Höflichkeit« kein Fremdwort ist, die aber noch professioneller auftreten möchten - Menschen, die ihr Image verbessern und konstruktive Beziehungen aufbauen möchten - Menschen, die berufliche Verpflichtungen und Gastgeberaufgaben perfekt erfüllen wollen.
Leseprobe
Grüßen und Begrüßen
Die starren Grußregeln von einst sind gottlob einer situativen Norm gewichen – doch Vorsicht! Bei vielen Gelegenheiten tritt das alte Rangordnungsschema wieder in Kraft.
Im Geschäftsleben zählt nur die Autorität/die Hierarchie, das heißt der Jüngere wird als Vorgesetzter von dem älteren Mitarbeiter und der Auszubildenden gegrüßt, die Gruppe grüßt die Geschäftsführerin. Betritt die Geschäftsführerin als letzte den Besprechungsraum, wird sie allerdings als erste grüßen. Männer sagen Kolleginnen „Guten Tag.“ Souveräne Menschen pochen nicht auf ihr Recht: der Boss „darf“ ruhig als erster seine Sekretärin grüßen. Treffen sich genannte Personen auf privatem Parkett, hat meistens wieder die erstgenannte Reihenfolge Priorität, wenn keine zu großen Rangunterschiede bestehen.
Wichtig beim Grüßen ist:Blickkontakt halten (Sie zeigen Interesse am Gegenüber), Lächeln (das ist der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen!), gegrüßt werden auch die Begleitpersonen. Grüßen kann man nicht zuviel! Grüßen Sie immer dann, wenn Sie eine Zeitlang dicht beieinander sind oder/und gemeinsame Gastgeber/Interessen haben. Also z. B. bei Konferenzen, Vorträgen, im Fahrstuhl, in Bahn, Bus und Flugzeug, beim Betreten des Wartezimmers, des kleinen Geschäfts, der Tankstelle, des Amtszimmers, des Frühstücksraums und Restaurants im Hotel, beim Platz nehmen im Kino und Theater ... Wer also neu auf eine andere Gruppe stößt, grüßt die Anwesenden.
Oft wird bemängelt, dass der Vorgesetzte den Gruß nicht erwidert. Ist er in Gedanken? Im Gespräch mit anderen? Am Telefon? Soll ich weiter grüßen oder mich zurück halten? Etwa beleidigt sein? Sprechen Sie Ihren Chef ruhig einmal darauf an. Sie werden vielleicht erstaunt sein, wie erstaunt er ist: Denn er hat Ihren Gruß vielleicht (bestimmt?) registriert, auch ohne darauf sichtbar zu reagieren. Sie sprechen Ihren Vorgesetzten und auch Ihre Kollegen mit Namen an. Der Name erzeugt immer eine positive Wirkung.
Begrüßen mit Händedruck
Hier ist die Reihenfolge umgekehrt, weil gleichzeitig die Erlaubnis zum Anfassen erteilt wird. Berührung ist ein Angebot zur Kommunikation. „Hohe Tiere“ strecken als erste die Hand aus. Eine gebotene Hand (auch wenn sie in unkorrekter Reihenfolge hingestreckt wird!) zu ignorieren, gilt als äußerst ungezogen! Passiert aber oft. Geht der Firmeninhaber am Messestand mit ausgestreckter Hand auf seinen Lieferanten zu, begrüßt dieser mit tadelndem Blick an ihm vorbei zuerst die Mitarbeiterin. Ladies first? Nein, im Job meistens nicht.
GastgeberInnen, egal ob privat oder im Geschäftsleben, genießen Hausrecht und reichen die Hand zuerst. Das macht die ganze Sache einfach, denn auch die Assistentin wird Besucher an der Pforte abholen und mit einem herzlichen „Willkommen“ ihre Hand ausstrecken
Formvollendetes „Pfötchengeben“ will gelernt sein. Wem gebe ich überhaupt die Hand? Dabei kommt es stark auf die Erwartungshaltung der Personen an, denen ich begegne: Was im Fußballverein übertrieben/spießig wirken kann, ist beim Bewerbungsgespräch absolutes „Muss“. Treffe ich auf eine Personengruppe, muss ich mich entscheiden: jede(n) per Handschlag begrüßen oder keine(n). Ein verständliches „Guten Tag“ ist jedoch Ehrensache. Sich zuerst allen anwesenden Frauen zuzuwenden, kann man heute getrost vergessen, in großen Runden wird praktischerweise reihum gegangen und nicht hin und her „gesprungen“. Ist ein Ehrengast zu begrüßen, beginnen wir bei ihm. Im Berufsleben kann ritualisiertes Handgeben auch lästig sein: Möchte z. B. eine „Crew“ nicht tagtäglich per Handschlag vom Abteilungsleiter begrüßt werden, sollte sie das Thema ansprechen.
Verantwortlich i.S.d. § 6 TDG: Dagmar Kohlmann-Scheerer
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